Operation Cyborg
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The Terminator Movie Trailer


Einleitung zum Artikel (Teil 3)

Bevor wir uns endgültig mit T2 beschäftigen, kommen wir für einen kurzen Moment noch einmal zurück zum Ende vom ersten Terminator Film: Kyle Reese ist es also gelungen, Sarah Connor zu beschützen. Eigentlich würde uns das ja in eine unendliche Zeitschleife führen, denn wenn Sarah Connor lebt, hat der Widerstand keinen Grund, jemanden zu schicken. Aber Reese ist nun John Connors Vater und John wird das von seiner Mutter mitgeteilt bekommen, wie wir am Ende des Films erfahren. John Connor hat nun an Zeitpunkt D ganz neue Motive, Kyle Reese zu entsenden.



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An dieser Stelle entsteht möglicherweise eine weitere Sägezahnschleife: John gibt Kyle ganz bestimmte Informationen mit auf die Reise, damit dieser seine Mutter informiert und sie es wiederum ihm (per Tonband/Kassette) mitteilen kann. Dies ereignete sich eventuell in mehreren Schleifen, bis sich dieser Informationsaustausch zu einem für John zufriedenstellenden Ergebnis führt. Es sind diese kleinere Änderungen, die das gesamte Konstrukt nicht gefährden...

Doch die Annahme einer Schleife ist nur eine vage Vermutung. Letztlich ist alleine die Entscheidung von John ausschlaggebend, Kyle Reese, überhaupt Informationen für Sarah (und sich selbst) auszustatten, bevor er ihn durch die Zeit schickte. Denn es ist jene Handlung, die uns den Hintergrund für den nächsten Terminator Film liefert.


Zeitreisen - und die damit verbundenen Anomalien bei 'Terminator' (Teil 3)

Wenden wir uns also nun dem berühmt wie kommerziell erfolgreichen Sequel 'Terminator 2 - Tag der Abrechnung1' (siehe Bild 1) zu. Der Film setzt die Zeitlinie nach Punkt D der letzten Anomalie im ersten Terminator Film logisch fort.


Dritte Zeitsprungänderung: Skynet
Bild 1 - Terminator 2

In der Zukunft herrscht immer noch der Krieg zwischen Menschen und Maschinen, mit den beiden Kontrahenten John Connor und Skynet - Stirn an Stirn. Skynet wird nach wie vor nicht begreifen, welch großes Risiko ein Eingriff in die Vergangenheit mit sich bring, und erneut entsendet er einen Terminator. Doch diesmal wird ein höher entwickelter Terminator geschickt, der den Auftrag hat, John Connor zu töten.

Auch hier haben wir das Kuriosum wie im ersten Film. Wir bekommen einen Teil der Handlung vorenthalten. Nämlich jene, in der der Terminator (diesmal der T-1000) versagt.

Wäre er nicht gescheitert, würde John Connor nicht in die Lage versetzt, einen Helfer zu schicken, und wir könnten die darauffolgenden Ereignisse im zweiten Film auch gar nicht genießen.

Doch erneut muß trotz Scheiterns des T-1000 etwas vorgefallen sein, was John dazu bringt, einen Beschützer durch die Zeit zu entsenden.

Probieren wir uns auch hier an einer Rekonstruktion der nicht gezeigten Handlung:
Wir wissen also, daß der junge John Connor ohne die Hilfe des reprogrammierten T-800 den Angriff des Skynet Killers überlebt hat. Der Plan des T-1000 sah vor, Sarah Connor als Geisel zu nehmen, um so an John zu kommen. Möglich, daß John clever genug ist, den Köder nicht zu schlucken. Möglich auch, daß der T-1000 von Polizei oder Militär zerstört wird, bevor er John aufspüren und erledigen kann. Höchstwahrscheinlich aber wird im Verlauf der Ereignisse Johns Mutter Sarah getötet. Es wäre Grund genug für John, einen Beschützer durch die Zeit zu senden, der nicht ihn, sondern erneut seiner Mutter das Leben retten soll.
Der Einsatz ist dabei denkbar hoch. John muß es bewußt gewesen sein, daß er sich selbst gefährdet, wenn er versucht, seine Mutter zu retten. Er geht das Risiko ein und entsendet die effektivste Hilfe, die der Widerstand in seiner Zeitlinie hat: ein umprogrammierter Terminator der T-800 Klasse. Diese Form der Hilfe hat noch einen weiteren Effekt. Dem jungen John Connor wird die Begegnung mit 'Mr. Hasta la Vista' so eindrücklich, daß er als Erwachsener auf jeden Fall auch zu dieser Lösung greifen wird. Damit ist die Zukunft sichergestellt. Wir erinnern uns erneut an das Wesen des N-Sprungs: An Punkt D muß ein Zeitsprung erfolgen, damit die Zeitlinie auch danach noch bestand hat.


Vierte Zeitsprungänderung: die Rebellen

Terminator 2 offenbart uns ein kleines aber wichtiges Detail: Sarah Connor ist sich offensichtlich nicht darüber im Klaren, zu welchen Komplikationen Zeitanomalien führen können. Beharrlich versucht sie, dem T-800 Informationen zu entlocken, und bekommt schließlich heraus, wer sich für die Entwicklung von Skynet verantwortlich zeigt. Sarah (und auch anderen Charakteren, bis auf vielleicht dem jungen John) scheint nicht bewußt zu sein, daß ihre Gegenwart auf einer Zeitlinie beruht, die sich schon mehrfach, zum Teil erheblich, geändert hat - mindestens fünf Mal, wenn wir alles bisher genannte berücksichtigen. Ohne dieses Wissen im Hinterkopf zerstört Sarah Connor bedenkenlos das gesamte Forschungsprojekt bei Cyberdyne, darunter auch die Reste des allerersten Terminators. Der Hauptentwickler von Cyberdyne, Miles Dyson, stirbt und zu Guter letzt werden auch die beiden Terminator - T-800 und T-1000 - komplett zerstört und vom Angesicht der Erde getilgt. Sarah wähnt sich am Ziel. Sie glaubt, sie hätte damit Skynet und auch den Krieg der Maschinen gegen die Menschen verhindert.

Ein Irrtum, wie wir wissen. Weder Skynet noch der Krieg werden verhindert. Sarah hat lediglich eine weitere Zeitlinie eröffnet. Die Firma, die ursprünglich Skynet entwickelte, hat in dieser Zeitlinie wieder die Nase vorn (aus rein technischer Sicht). Dieses Unternehmen wird das Computersystem nach dem ursprünglichen (Zeit-)Plan entwickeln, ohne daß ihm ein Konkurrent wie Cyberdyne zuvorkommen kann. Sarah hat also den ganzen Ablauf auf Originalzeit zurückgesetzt, bei der Skynet - so können wir annehmen - einfach nur etwas später entwickelt/fertiggestellt wird.

Der Hersteller von Skynet mag ein anderer sein, doch die Geschichte wird sich insgesamt wiederholen. Dadurch ändern sich natürlich auch die Informationen, die der Terminator zurück in die Vergangenheit bringt. Er wird den ursprünglichen Hersteller von Skynet nicht kennen. Aber er wird wissen, daß Sarah mit der Zerstörung von Cyberdyne nicht den gewünschten Erfolg hatte: Nicht Cyberdyne, sondern ein Konkurrent bringt Skynet heraus. An dieser Stelle steigen wir so langsam aus, denn wir haben das Ende des zweiten Films erreicht.

Wir befinden uns jetzt in der vierten Zeitlinie der Terminator Anomalie. Hier nochmal in Stichpunkten alles, was wir glauben, erfahren zu haben:

Die Zerstörung von Cyberdyne ist eine sinnlose Tat und John scheint das zu wissen. Er muß ahnen, daß die Informationen des Terminator falsch oder ungenau sind. Eine andere Firma zeichnet sich für die Herstellung von Skynet verantwortlich. Sarah hat nichts weiter erreicht, als daß das Computersystem lediglich später online geht. Möglich, daß Sarah irgendwann auch noch zu dieser Erkenntnis gelangt und versucht, diesen anderen Hersteller ausfindig zu machen und zu zerstören. Ein Vorhaben, das ungleich schwerer ist. Aber so manisch, wie wir Sarah kennenlernen durften, ist es denkbar, daß sie es trotzdem versuchen wird.


Doch was, wenn sie erfolgreich ist?

Wir ahnen es: Sie löst eine endlose Zeitschleife aus. Und zwar eine recht komplexe. Sie ist nicht nur in der C-D Zeitleiste der vierten Anomalie. Genaugenommen ist sie gleichzeitig in der C-D Zeitlinie jeder Anomalie, auch der allerersten. Wenn es ihr gelingt, den Krieg zu verhindern (durch Zerstörung der Skynet Hersteller), wird alles zurück auf Anfang gesetzt. Die original Zeitlinie wird rekonstruiert, in der Sarah von gar nichts weiß und somit auch gar nichts unternimmt und ein ganz normales Leben lebt. Doch somit beginnt alles aufs Neue. Ein uns Unbekannter entwickelt schließlich Skynet, der Krieg und alles andere nimmt seinen Lauf. Eine ewige Zeitschleife.


Sollte also Sarah Connor besser scheitern?

Nun, wenn sie in ihrem Bestreben, den originären Hersteller zu zerstören, scheitert, dann wird dieser Hersteller nach dem ursprünglichen Zeitplan vorgehen und Skynet online bringen. Cyberdyne ist zwar aus dem Rennen, der Krieg ereignet sich nach diesem Zeitplan eventuell etwas später, aber die Zukunft ist gesichert und die Welt fällt nicht in eine Endlosschleife. Alles was es dazu braucht, ist der Krieg und ein Connor Kind als Gegner von Skynet.


Schlußwort
Bild 2 - T: S. C. C.

Wie bereits erwähnt, lasse ich bewußt den dritten Teil der Terminator Filme außen vor. Einen weitaus besseren Einblick in eine mögliche Fortsetzung der Handlungen rund um Sarah und John nach Ende des zweiten Teils, liefert sowieso die (leider unvollendete) Serie 'Terminator: The Sarah Connor Chronicles2' (Bild 3) von Josh Friedman (Produzent). Hier finden sich Hinweise darauf, daß Sarah ihren verzweifelten aber fanatischen Kampf gegen die Hersteller von Skynet in der Tat weiterführt. Unbeirrt setzt sie alles daran, damit den kommenden Krieg zu verhindern und ihren Sohn zu schützen.

Leider kenne ich Friedmans Intentionen nicht, bzw. nicht ausreichend, deswegen möchte ich an dieser Stelle die Handlung der Serie jetzt auch nicht einfach so nahtlos an die obigen Ausführungen zu den beiden Terminator Filmen anhängen.

Nur noch so viel dazu: In der Serie taucht eine weiterer Mitspieler auf, der in der Herstellung von Skynet verwickelt ist (oder sein möchte). Eine Firma namens 'Kaliba Group', ein ominöses Tech-Unternehmen, das an der Herstellung von Skynet bastelt oder zumindest an die Technik dahinter heran möchte. Durch die Serie erfahren wir jetzt, daß die Zerstörung des Cyberdyne Labors tatsächlich keine positive Auswirkung auf das Schicksal der Welt hat. Im Gegenteil: das äußerst potent anmutende Unternehmen 'Kaliba Group' reißt sich die Cyberdyne Patente und damit Technologie unter den Nagel, die von der Zerstörung verschont blieben.
Zusätzlich tritt eine dritte Partei auf den Plan: Ein weiteres Computersystem (samt Terminator) das sich zwar gegen Skynet positioniert, sich aber offensichtlich noch nicht entschieden hat, ob es auf der Seite der Menschen in den Krieg eingreift. Es ist vorstellbar, daß dieses System vom ursprünglichen Hersteller von Skynet entwickelt wurde und in dieser Zeitlinie in Konkurrenz zum Cyberdyne/Kaliba Skynet tritt.

Anscheinend steht die Serie also nicht im Widerspruch zur N-Sprung Theorie und den beiden ersten Terminator Filmen. Doch weiter auf die Serie einzugehen, würde jetzt schlicht den Rahmen des Aufsatzes sprengen, der sowieso schon länger wurde, als geplant.

Operation Cyborg

Noch eine andere Geschichte steht ebenfalls nicht im Widerspruch zu T1, T2 und vor allem der Serie: Die Geschichte um den Kampf der Menschen gegen Skynet und seine Maschinen auf dem europäischen Kontinent, was mich den Kreis zu meinem Roman 'Operation Cyborg' schließen läßt (ich sagte ja auf der Startseite: ein wenig Eigenwerbung muß sein).

Wenn Sie das ganze Thema spannend finden (und die Terminator Story so lieben wie ich), haben Sie ja vielleicht Lust, in meinen Roman auch nochmal hineinzuschauen...

Wie angedeutet, habe ich versucht, der N-Sprung Theorie Rechnung zu tragen. Gleichzeitig habe ich aber natürlich vor allem darauf geachtet, dem großen Original nicht auf die Füße zu treten, und meine Geschichte ganz getrennt davon spielen zu lassen.

Ist ja auch klüger. Wer würde sich schon trauen, einem ausgewachsenen Terminator auf die Füße zu treten ;-)


Weiterführende Links / Quellenangabe:

  1. Terminator 2 - Tag der Abrechnung - imdb Eintrag
  2. Terminator: S. C. C.

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