Operation Cyborg
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Dateigröße: 1.632 KB
Seiten (PB): ca.: 390

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Terminator 2 Trailer


Einleitung zum Artikel (Teil 1)

Zeitreisen sind ein oft benutzter Plot in Filmen und nicht selten schreiend unlogisch. Eine der interessantesten Anomalien bei Zeitreisen findet sich in den Terminator Filmen von James Cameron2. Auf den ersten Blick paradox, so läßt sich die Handlung tatsächlich logisch auflösen.

Mark Joseph Young hat sich auf seinen Webseiten1 der Auflösung einer ganzen Reihe von Filmen angenommen, die Zeitreisen beinhalten. Innerhalb seiner Abhandlungen zeigt er anhand seiner sogenannten 'N-Jump Theory' einen interessanten Lösungsansatz für Terminator, den ich mit seiner Erlaubnis hier gerne ausführlich behandeln möchte.



Operation Cyborg
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Auch ich habe mich bei meinem Roman Operation Cyborg (siehe rechts) in der Handlungsabfolge an seiner Theorie orientiert. Ich möchte nicht behaupten, daß es mir dort gänzlich fehlerlos gelungen ist, ich hoffe aber, daß mein Roman trotzdem einigermaßen logisch und konsistent daherkommt - machen Sie sich doch einfach selbst ein Bild ;-) Beachten Sie aber beim Lesen des Romans, daß meine handelnden Charaktere (möglicherweise) von den nachfolgenden Kenntnissen nicht unterrichtet sind... ist aber nur so 'ne Vermutung :-)

Der folgende Artikel ist aufgrund seiner Länge in drei Teile gesplittet. Sollte Ihr Interesse trotzdem noch tiefer gehen, als es der Text (und/oder mein Intellekt) herzugeben vermögen, sei Ihnen hiermit ans Herz gelegt, sich in Herrn Youngs umfangreiche Webseiten einzulesen. Die Links finden Sie weiter unten, bei 'Weiterführende Links / Quellenangabe'.


Zeitreisen - und die damit verbundenen Anomalien bei 'Terminator' (Teil 1)

Der Vollständigkeit halber, aber in aller Kürze, zunächst noch einmal eine kurze Zusammenfassung über die Handlung von 'Terminator', auch wenn die Story sicher jeder(?) kennt:

Bild 1 - Terminator

Im ersten Teil der Terminator Filme3 (Bild 1) wird ein Roboter aus der Zukunft in die Vergangenheit geschickt, um die Mutter eines noch ungeborenen Rebellenanführers zu töten. Eben jener Rebellenführer ist es, der seinerseits einen seiner Soldaten in die Vergangenheit entsendet, um genau das zu verhindern.

Der 'Clou' des Films ist, daß der in die Vergangenheit geschickte Soldat mit der zu beschützenden Frau ein Kind zeugt... den späteren Rebellenführer.

Das Paradoxon dieser Handlungsabfolge wird sofort ersichtlich: Die Geburt des späteren Rebellenführers hängt zwingend davon ab, daß er selbst - als Erwachsener - den eigenen Vater in die Vergangenheit schickt, damit dieser überhaupt erst seiner Mutter begegnet...

Ein Ding der Unmöglichkeit? Nicht zwangsläufig!

Nach der 'N-Jump Theory' ist dieser Plot sowie das sequentielle Entsenden von Mörder und Beschützer auflösbar. Doch bevor wir dazu kommen, noch ein wichtiger Hinweis zum Verständnis: Die 'N-Sprung' Theorie setzt ihrerseits eine weitere Theorie zu Zeitreisen voraus, die M.J. Young 'Replacement Theory' nennt (Replacement, im Sinne von Austausch oder Verdrängung - nicht jedoch zu verwechseln mit soziologischen oder philosophischen Theorien des selben Namens im Deutschen).


Replacement Theorie

Sie besagt, daß bei einer Reise in die Vergangenheit, der Zeitreisende in seiner eigenen Vergangenheit eintrifft und jede Veränderung automatisch eine Veränderung auf die Zukunft hat, aus der der Reisende gerade kam. Wenn der Reisende dabei den Grund für seinen Zeitsprung tilgt, sorgt er auch dafür, daß er in der Zukunft gar keinen Grund mehr haben wird, zurückzureisen, was dann die original Zeitlinie wiederherstellt.

Der 'Replacement Theorie' soll als Gegenentwurf zu den bei Zeitreisen häufig als Erklärung benutzten Theorie der Paralleldimensionen ('Parallel Dimension Theory') verstanden werden, bei der eine Zeitreise die Zeitlinie dupliziert und dann verändert und damit eine alternative/parallele Dimension erschafft. Daneben gibt es noch Verfechter einer dritten These, die die Zeit als unabänderlich gegeben ansieht ('Fixed Time Theory'). Hierbei ist alles durch das Schicksal vorherbestimmt, weswegen sich auch durch eine Zeitreise keine Änderung herbeiführen ließe. Isoliert betrachtet, scheint der erste Terminator Film auch genau diese Botschaft zu transportieren: Alles ist vorherbestimmt. Doch da gibt es ja noch den zweite Terminator Film, aber dazu später mehr...

Kommen wir zunächst zurück zur angesprochenen N-Sprung Theorie. Sie soll uns Rüstzeug sein, um die Handlungsabläufe bei Terminator zu ordnen.


N-Sprung Theorie
N-Sprung (N-Jump)
Bild 2 - N-Sprung (N-Jump) nach M.J. Young

Bei einem N-Sprung (siehe Bild 2) erstreckt sich die Zeit, von der Vergangenheit aus, bis zu einem gewissen Punkt, nennen wir ihn Punkt A. Dies ist der Zeitpunkt, an den der Zeitreisende zurückkehren will (weil er hier etwas ändern möchte).

Von Punkt A verläuft die Zeitlinie weiter bis an Punkt B. Dieser Abschnitt (A-B) stellt die originäre Zeitlinie dar. Punkt B ist der Punkt, von dem aus der Zeitreisenden in die Vergangenheit reist.

Damit endet die Zeitlinie nicht nur an Punkt B, es wird darüberhinaus die ursprüngliche Zeitlinie A-B revidiert. Sie hat keinen Bestand mehr, denn mit seinem Zeitsprung zu Punkt A, verändert der Reisende die Geschehnisse in der Vergangenheit - schließlich war dies ja auch Grund seiner Zeitreise.

Durch die Veränderungen des Zeitreisenden wird Punkt A zu Punkt C und eröffnet damit eine neue, alternative Zeitlinie, die die andere verdrängt. Von Punkt C verläuft die neue Zeitlinie nun zu Punkt D, der in diesem Fall Punkt B ersetzt (da Punkt B ja eine Folge von Punkt A war). Wenn Punkt D wie Punkt B der Zeitpunkt einer Zeitreise zu Punkt C ist, was voraussetzt, daß der Reisende genau die Änderungen beabsichtigt, die Punkt C erst definiert haben, wird keine neue Zeitlinie eröffnen. Dies ermöglicht der Geschichte, sich über Punkt D hinaus in die Zukunft fortzusetzen. Dieser Zeitsprung ist ein N-Sprung (N-Jump).

Führt der Reisende jedoch bei seinem Sprung von Punkt D Änderungen aus, die nicht Punkt C bedingen, löst dies wieder eine alternative Zeitlinie aus und führt bei Wiederholung (also immer wieder eine andere Änderung am Rücksprungpunkt) zu einer Sägezahnschleife.

Sollte der Zeitreisende aber von Punkt D gar nicht zurück zu Punkt C reisen - etwa weil er das nicht kann oder weil es keinen Grund gibt, dann resultiert dies in einer unendlichen Zeitschleife: Die original Zeitlinie von A nach B stellt sich wieder her, wird im Verlauf der Zeitreise wieder zur Zeitlinie C-D und dann erneut zu A-B. In diesem Fall gibt es keine Zukunft nach dem Punkt B oder D. Ich werde eine solche Zeitschleife im zweiten Teil des Aufsatzes Anhand des Terminator Films noch beispielhaft nachzeichnen.


Weiterführende Links / Quellenangabe:

  1. The Examiner - Temporal Anomalies in Time Travel Movies
  2. Terminator (Film) - Wikipedia Artikel
  3. Der Terminator - imdb Eintrag
  4. Temporal Anomalies in Time Travel Movies
  5. Temporal Anomalies in Time Travel Movies - The N-jump

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T:S.C.C. Trailer
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